San Pedro de Atacama: Valle de la Luna bei Tag. Sonnenuntergang von der Großen Sanddüne aus. Schweben in gesättigtem Salzwasser der Laguna Cejar.

Reisebericht Chile 2003
San Pedro de Atacama – Teil 2

Chile, San Pedro: Die große Sanddüne
Die große Sanddüne
 
Chile, San Pedro: Die große Sanddüne
Freiheit! Einsamkeit!
 
Chile, San Pedro: Die große Sanddüne
Und Minuten später Überfüllung …

Am Nachmittag ging es nochmals ins Valle de la Luna. Ich hatte ja fast alles schon nachts besucht, aber die Panoramen waren beeindruckend. Beeindruckend war auch, auf was für Berge wir da nachts sicheren Schrittes rauf marschiert sind, im hellen sah das ganz schön gefährlich aus. Dann endlich rauf auf die große Sanddüne für den Sonnenuntergang. Als großer Fan von "Der kleine Prinz" müssen Sonnenuntergänge in der Wüste einfach sein. Nun es wurde zu einem Erlebnis der besonderen Art, aber anders als erwartet. Stellt Euch eine riesige Düne vor, mitten im Nichts der Wüstenberge. Nicht eine runde Hügeldüne sondern eine lange, gerade Düne. Auf diese Düne klettert, auf dem Grat dieser Düne wandert entlang eine ordentliche Menge an Touristen (50 mindestens) und klettert dann am Ende der Düne auf einen schmalen Felsgrat, bis der ordentlich voll ist, und erwartet den Sonnenuntergang, der dann trotz bestem Wetter nicht sonderlich spektakulär ist, weil in einiger Entfernung die nächste Gebirgskette ist, hinter dem die Sonne versinkt ohne überhaupt rot zu werden. Also, es war ein seltsames, geradezu absurdes Erlebnis und auch die Stimmung der Farben war schön, aber halt nicht, was ich erwartet hatte. Diesmal kugelte ich mich die Düne nicht hinunter sondern lief barfuss mit höchster Geschwindigkeit abwärts durch den Sand, auch sehr witzig.


Chile, San Pedro: Laguna Cejar
Wer braucht schon ein Totes Meer?

Die letzte Sache, die ich in San Pedro gemacht habe, war der Besuch der Laguna Cejar, einer der Touren, die nur sehr wenige Touristen machen. Die Lagune besteht aus gesättigtem Salzwasser, entsprechend ist das Wasser absolut klar, außer winzigen Krebsen lebt hier nichts, die Umgebung ist Wüste. Die Ufer bestehen aus riesigen Salzkristallen und sind so scharf wie Glas. Meine beiden Mittouristen (wir waren nur zu dritt!!!) haben sich auch ordentlich die Finger aufgeschnitten. Der Grund, weswegen man aber hinfährt, Ihr ahnt es schon, ist natürlich, in der Lagune Schwimmen zu gehen. Sprich man legt sich auf den Rücken und hat einen Auftrieb wie im Toten Meer. Wenn man sich dann doch mal auf den Bauch legt, sollte man tierisch aufpassen, dass kein Wasser ins Gesicht, den Mund und vor allem nicht in die Augen gerät, sonst wird’s unangenehm. Erst war das Wasser ein wenig kühl, dann aber war es herrlich. An der Haut brennt das Wasser nicht, aber wenn man rauskommt (mitten in der Wüste gibt’s keine Duschen), dann färbt sich die Haut schnell weiß und es fängt an zu jucken. Aber das war es allemal wert.

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© Volker Umpfenbach

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