Dschungel-Erlebnisse im Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary von Belize. Entspannung am Strand von Palencia.

Reisebericht Belize 2002
Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary – Placencia

Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Die Hütten
Die Blockhütte, in der ich übernachtet habe. Der Raum ist eigentlich für sechs Personen, aber ich hatte ihn für mich allein. Das Moskito-Netz muss man natürlich selbst mitbringen.
 
Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Ich in meiner Hängematte
        an einsamen See
Ich in meiner Hängematte an einsamen See
 
Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Mein Blick in den Dschungel
Und mein Blick in den Dschungel
 
Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: einsamerer See mit Wasserfall
Ein noch einsamerer und noch schönerer See mit fantastischem Wasserfall
 
Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Blick über den Dschungel
Blick über den Dschungel
 

Dann nach etwas mehr als einer Stunde wieder in den Bus, einmal umsteigen, dann ein sündhaft teures Gringo-Schröpf-Taxi und ich war im Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary, dem einzigen Jaguar-Reservat der Welt. Dschungel rund um, tolle Geräuschkulisse (wohl die einzige Form von Lärm, die wirklich erholsam ist) und viele Möglichkeiten Touren durch den Dschungel zu machen und bei Wasserfällen zu schwimmen. Ich habe dort weniger Tiere (zumindest größere) gesehen, als in Tikal, aber es war toll. Viele verschiedene Vögel, ein kleiner Fuchs, ein Opossum, eine Tarantel, die so groß wie eine CD war, ich dachte erst es ist eine Vogelspinne, gut, dass ich der Versuchung widerstehen konnte, sie anzufassen, Froesche, Kröten (eine RIESIGE), ein Tier hoch in den Bäumen, bei dem wir uns nicht ganz sicher sind ob es eine Wildkatze oder ein Mitglied der Racoon-Familie war (wie heißen die auf Deutsch?), Blattscheiderameisen … . Ich habe viel Zeit in meiner Hängematte verbracht, gelesen, gelauscht und mehr oder weniger erfolglos die Augen offen gehalten.

Nach drei Nächten sind mir dann die Lebensmittel ausgegangen (es gibt dort weder ein Restaurant noch einen Laden) und es war auch genug. Man kann es insbesondere nie ganz vermeiden, von diversem Viehzeug gestochen und gebissen zu werden. Also wieder in den Bus, nach Mango Creek. Hier hätte ich beinahe das erste Mal richtig lang warten müssen, das Boot wäre erst dreieinhalb Stunden später gegangen, aber da halten zwei Touristen mit ihrem Wagen, fragen ob sie mich mitnehmen können und bald darauf war ich in Placencia, einem Dorf am südlichen Ende einer 20 Meilen langen Halbinsel, die teilweise nur zweihundert Meter breit ist. Hier ist das Leben unglaublich hart, ich habe schon wieder niemanden, der mich in meiner Hängematte schaukelt und meine Kokosnüsse muss ich mir auch selber suchen und aufmachen. Mal sehen, wie lange ich das aushalte. Morgen werde ich jedenfalls erst einmal eine einmalige Chance nutzen: Es ist Mai, es war erst vor ein paar Tagen Vollmond und morgen ist hier der (vor?) letzte Tag, an dem man mit dem Boot rausfahren kann und mit Walhaien schnorcheln kann. Das sind die größten Fische der Welt und werden wohl bis zu 20 Meter lang!!! Ich hoffe das klappt, aber die Chance sind sehr gut. Sie kommen dann nochmals im Juni bei Vollmond und dann wohl erst wieder im nächsten Jahr. Drückt mir die Daumen, ihr wollt ja sicher einen spannenden Bericht und eventuell auch Dias sehen.

Alles Liebe und bis bald

Volker
Placencia, Belize, CA


Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Eine Ananas
Noch etwas Biologie-Unterricht: Ich hätte gedacht, dass die Ananas auf einem Baum wächst …
 
Belize, Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary: Cashewnüsse
Und wer erkennt das? Ihr kennt es alle, es sind Cashewnüsse. Die Nuss steckt in dem kleinen Ding unten an der Frucht. Man kann sie roh nicht essen, sie muss erst geröstet werden.
 

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© Volker Umpfenbach

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