Irrläufer

Endlos der Horizont, um mich nur Sand,
Seit Jahren ist meine Erde Wüstenplanet.
Das letzte Grün, da war ich viel jünger,
Gab es je Menschen? Wie lang schon allein?

Ständig zerrissen zwischen zwei Welten,
Was ist real? Der Boden brennt heiß.
Oft sehe ich Menschen, leere Maschinen -
Ihre Welt ist kalt, dort leben sie nicht.

Die Sonne brennt nieder, sie sieht nur mich -
Wieso kann hier nichts leben, wieso lebe ich?
Die Grauen marschieren an mir vorbei,
Ich kann sie nicht greifen, sie sehen mich nicht.

Ihre Welt scheint sinnlos, ohne Gefühl -
Sie sind so viele, sie sagen sich nichts.
Ich schleppe mich weiter, vielleicht nur im Kreis -
Ich kenne kein Ziel, die Welt ist mir fremd.

Wer bin ich? Was ist real? Ich verliere mich selbst ...
Meine Welt und die ihre, beide sind tot.
Im Nichts zwischen Dürre und grauer Kälte
Mein zerrissenes Ich, ohne Sinn, ohne Ziel.

© Volker Umpfenbach
23.02.1994

http://volker.umpfenbach.de/
© Volker Umpfenbach

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